05 August 2020

[Rezension] Wie Monde so silbern

Autorin: Marissa Meyer
Titel: Wie Monde so silbern
Originaltitel: Cinder
Seitenzahl: 383
Erscheinungsdatum: 17. Juni 2015
Verlag: Carlsen
Auftaktband

ISBN-10: 3551583358
ISBN-13: 978-3551583352

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Inhalt:

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …


Meinung:

Diese Reihe zu beginnen hat bei mir so lang gedauert. Vor Jahren wurde ich bereits auf die Märchenadaptionen aufmerksam. Endlich habe ich diese wundervolle Reise begonnen.

Zunächst war ich überrascht, dass die Geschichte viel weniger von Aschenputtel aufweist, als ich vermutet hatte. Das Grundgerüst Stiefmutter und zwei Stiefschwestern mag das Gleiche sein und dass Cinder für die die Drecksarbeit erledigen darf. Und auch einen Prinzen gibt es in dieser Geschichte. Dennoch sind die Beziehungen der Figuren untereinander schon ein wenig anders. Natürlich sind im Märchen, auch aufgrund der Länge, die Figuren ziemlich oberflächlich. Sowohl gestaltet als auch im Verhalten.
Desweiteren war ich aufgrund der Cyborg-Geschichte etwas skeptisch. Ich konnte mir nicht vorstellen wie es integriert wird und wusste auch nicht, ob es mir gefallen würde, aber das hat für mich wunderbar funktioniert. Kein Weltraumkrieg, keine technischen Ausflüchte in Welten, die keiner versteht. Ich bin begeistert von dieser Idee. Ich kann mich nicht erinnern, je etwas ähnliches gelesen zu haben.

Allerdings ist eine Gegebenheit in der Geschichte recht früh für den Leser deutlich. Das bestätigt sich zwar erst auf den letzten Seiten, aber ist ja irgendwie auch immer doof. Die Puzzleteile werden einem aber wirklich auch zugeworfen. Ich hatte nicht das Gefühl, als wollte die Geschichte es dem Leser verheimlichen. Nun gut, der Weg ist das Ziel richtig? Und auf dem Weg zur letzten Seite gab es doch einige Sachen, die mich irgendwie überrascht haben.
Erst in Mitte der Geschichte habe ich mich mit dem Folgebänden beschäftigt. Denn bis dahin ging ich davon aus, dass die Geschichten in sich geschlossen sind. Tja, Überraschung. Sind sie nicht. Finde ich aber gut. Ich bin total gespannt darauf, wie die Geschichte weiter- und natürlich auch ausgeht.

Cinder als Figur finde ich authentisch. Sie hat ihre Unsicherheiten, ist gerecht, verhält sich vielleicht auch nicht immer korrekt. Ihre Empfindungen konnte ich die meiste Zeit über nachempfinden, fand sie nicht überspitzt oder ähnliches.
Kai habe ich direkt ins Herz geschlossen. Seine Frechheit anderen Staatsoberhäuptern gegenüber fand ich einfach köstlich.
Es gibt, typischerweise noch die Figuren, die der Leser unsympathisch finden soll. die Stiefmutter zum Beispiel und auch den "Bösewicht" und auch das hat bei mir funktioniert.
Zuletzt noch wunder ich mich hin und wieder über die Vergabe von Namen. In diesem Fall Pearl...was ist das?

Dadurch, dass ich gehört habe, dass die folgenden Bände noch besser sein soll und auch dadurch, dass etwas nicht unwichtiges für die Geschichte so früh für den Leser sichtbar war und die Überraschung verloren ging, kann ich nicht ganz volle Punktzahl geben. Aber ich bin begeistert und habe es eigentlich auch in zwei Tagen beendet, was nur für das Buch spricht.







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