13 März 2017

[Rezension] Weit wie das Meer

Autor: Nicholas Sparks
Titel: Weit wie das Meer
Originaltitel: Message in a Bottle
Seitenzahl: 336
Erscheinungsjahr: 1998
Verlag: Heyne


Inhalt:

Die Journalistin Theresa findet am Strand eine Flaschenpost, in der ein bewegender Liebesbrief steckt. Zutiefst berührt davon, veröffentlicht Theresa das Dokument - und erhält von Lesern weitere Briefe, die offenbar vom selben Autor stammen. Wer ist dieser Mann? Theresa macht sich auf die Suche und lernt Garrett kennen, der ihr Leben für immer verändern wird.

Meinung:

Ich bin erstaunt, wie "alt" das Buch schon ist und ich finde auch, dass man das durchaus merken kann, dass es eines von Sparks älteren Werken ist. Man kann sich nicht sicher sein, ob es das Happy End gibt oder nicht. Es ist hinzu noch eines von den kürzeren Geschichten mit nicht mal 350 Seiten, weshalb man dort auch schnell durchkommt.

Nachdem ich halbherzig vor Monaten mit dem Buch begonnen hatte, konnte ich nach einigen weiteren Seiten richtig in die Geschichte eintauchen. Eigentlich wollte ich noch ein Buch parallel lesen, aber das konnte ich dann einfach nicht machen, da ich die Geschichte einfach weiterlesen wollte.

Theresa ist eine Frau, die ihr Glück endlich in die eigenen Hände nimmt und danach sucht. Ich musste schon etwas schmunzeln, was sie dann doch für eine kleine Stalkerin ist, um Garrett zu finden.
Die Geschichte entwickelt sich sehr schnell, was aufgrund der geringen Seitenzahl nicht anders möglich ist.

Zu Beginn fand ich nicht, dass Garrett und Theresa miteinander harmonieren. In meinen Augen passte da rein gar nichts zusammen. Als die Beziehung dann etwas voranschreitet und die sich etwas kennen, legte sich das Gefühl wieder ein wenig. Allerdings fand ich Garrett ziemlich anstrengend. So unglaublich anhänglich und, so muss man sagen, egoistisch.

Es ist bei Nicholas Sparks Geschichten eher selten, dass ich die Protagonisten nicht mag, auch hier ist es keine Abneigung, aber Garrett gehört gewiss nicht zu meinen Lieblingscharakteren. Selbst Theresa, die ich in diesem Buch als angenehmer wahrgenommen habe, konnte mich nicht voll und ganz von sich überzeugen.

Normalerweise finde ich, dass Nicholas Sparks es schafft, durch seine Schreibweise die kitschigsten Geschichten weniger kitschig wirken zu lassen, aber hier kommt er doch durch. Bedingt natürlich durch diese Anhänglichkeit Garretts. Dennoch liest es sich angenehm flüssig und schnell.


Fazit:

Dadurch, dass mich die Protagonisten nicht so sehr von sich überzeugen konnten, konnte ich auch nicht zu 100% mitfühlen. Heulpotenzial hat das Buch alle Male, aber eben deswegen hat es mich nicht erreicht. Dennoch ist es eine schöne Geschichte und ich finde ja eh, dass man alle Bücher von ihm lesen sollte.

4/5 Punkte

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