28 Februar 2017

[Rezension] Das Tal - Das Spiel

Autorin: Krystyna Kuhn
Titel/Originaltitel: Das Tal - Das Spiel
Seitenzahl: 304
Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Arena
Season 1 Band 1


Inhalt:

Mitten in den kanadischen Wäldern liegt das berühmte Grace-College. Ausbildungsschmiede für Hochbegabte. Doch seltsame Dinge gehen in dem abgeschlossenen Tal vor sich: Warum ist der Ort nicht auf Google Earth? Was hat es mit der Gruppe Jugendlicher auf sich, die Mitte der 70er Jahre in den Bergen verschwanden? Julia und ihre Clique sind ahnungslos, als sie ihr erstes College-Jahr beginnen. Dich sie werden bald herausfinden, dass im Tal nicht ist, wie es scheint. Und dass sie alle nicht ganz zufällig an diesem Ort sind
Eine hippe Einweihungsparty im Bootshaus: So feiern die Freshmen ihre Ankunft am Grace-College. Doch dann beobachtet der stille Robert das Unfassbare: Ein Mädchen läuft in tiefer Nacht in den See. Sie wird von einem merkwürdigen Strudel erfasst und ertrinkt. Robert versucht zu helfen - doch er hat keine Chance. Am nächsten Morgen glaubt ihm niemand seine Geschichte, obwohl tatsächlich ein Mädchen spurlos verschwunden ist. Aber Angela kann nicht in den See gelaufen sein. Denn Angela sitzt seit ihrer Geburt im Rollstuhl


Meinung:

Diese Buchreihe hat mich nie wirklich angesprochen, sieht sie doch so unscheinbar aus. Ich hab aber so viele Leute gesehen, die sie lesen und mögen. Also war ich hin und hergerissen und habe ich mich nun dran gewagt und bin positiv überrascht.

Die Autorin versteht es, geheimnisvoll zu schreiben. Immer gab es Andeutungen zu der Vergangenheit von Julia, der Protagonistin und ihrem Bruder Robert. Diese Andeutungen haben mich verrückt gemacht, im positiven Sinne. Ich wollte die Auflösung wissen. Es passiert leider zu selten, dass man so viel Neugier entwickelt.
Das Geheimnisvolle hält sich eigentlich auch bis zum Schluss und macht die Geschichte aufregend.

So faszinierend der Anfang und Mittelteil auch ist, ist der Schluss enttäuschend. Er kam relativ überstürzt. Allerdings finde ich, es war am wenigstens schön, wie die Vergangenheit Julias und Roberts erzählt wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass es vielleicht einfach jemand im Laufe der Geschichte raus findet oder sie sich jemandem anvertraut. Aber eigentlich erzählt der Erzähler es einfach geradeheraus dem Leser. Etwas schade. So wirkt es so, als hätte die Autorin es vergessen und es sei ihr im letzten Moment wieder eingefallen.

Ich finde, dass eine Bewertung der Charaktere fast unmöglich scheint. Dadurch, dass man über die Vergangenheit Julias nichts erfährt, bleibt sie eben auch blass und ihre Handlungen nicht unbedingt nachvollziehbar. Somit wird niemand wirklich sympathisch, keiner unsympathisch, alle mysteriös und keiner wirklich nahbar. Jeder ist verdächtig.

Gehen wir jetzt wieder zurück zum Schluss, so dachte ich, wenn es so bleibt, kann es auch super ein Einzelband sein, aber dann kommt natürlich noch der Cliffhanger, damit man auch wirklich dabei bleibt.

Alles in allem eine tolle Geschichte. Sie ist recht kurz und gemütlich für zwischendurch. Es war einfach mal eine Abwechslung zu dem Rest, den ich so gelesen habe.


Fazit:

Ein nettes kleines Geschichtchen, das gut erzählt wird, aber niemanden lange beschäftigt. Eigentlich ist sie perfekt für zwischendurch. Endlich mal ein anderes Genre, aber der Cliffhanger verleitet mich nicht dazu, das nächste Buch direkt hören oder lesen zu müssen.

4/5 Punkte

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