30 Januar 2017

[Rezension] Frigid

Autorin: Jennifer L. Armentrout
Titel/Originaltitel: Frigid
Seitenzahl: 336
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Piper
1. Band


Einen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Inhalt:

Sydney und Kyler sind beste Freunde, aber so unterschiedlich wie Feuer und Eis. Während Kyler eine Frau nach der anderen abschleppt, geht Sydney lieber mit einem guten Buch ins Bett. Doch als sie bei einem Skiurlaub von einem Schneesturm überrascht werden und in einer abgelegenen Hütte übernachten müssen, werden alte Gefühle neu entfacht. Kann ihre Freundschaft diese Nacht überstehen? Und viel wichtiger: werden sie die Nacht überhaupt überstehen? Denn während der Schnee in immer dickeren Flocken fällt, trachtet außerhalb der Hütte jemand nach ihrem Leben...



Meinung:

Ich hab über die Geschichte gemischte Gefühle. Zu Beginn war ich Feuer und Flamme. Wollte und konnte nicht aufhören zu lesen und war auch leicht enttäuscht, dass das Buch so dünn ist. Ab der Hälfte dann ungefähr fand ich die beiden Protagonisten so unglaublich anstrengend, dass ich mich doch freute, dass das Buch nicht so lang ist.

Zunächst einmal: ich habe noch nie eine Wintergeschichte gelesen, da ich mein Leseverhalten in der Regel nicht an die Jahreszeit anpasse. Allerdings fand ich das echt schön und werde das in Zukunft mal hier und da tun. Ich musste aber feststellen, dass die im Buch die Kälte besser ertragen als ich es könnte.

Nun zur Geschichte. Ich fand die Thrillermomente echt gelungen. Die haben Spannung in mir hervorgerufen. Allerdings fand ich die immer nur sehr kurz und die Auflösung dessen kam mir irgendwie zu einfach. So als ob der Autorin noch eingefallen wäre "Ach, da war ja noch was". Dabei waren das die Teile, die mich richtig gepackt haben.

Etwas merkwürdig fand ich dann allerdings die Reaktionen der beiden Protagonisten. Die, obwohl denen bewusst ist, dass jemand sie töten will, nur an Sex denken. Und wenn sie nicht gerade daran denken, dann haben sie Selbstzweifel oder versinken in Selbsthass.
Das ist auch der Punkt, wieso ich die beiden so anstrengend finde.

Kyler hat mich in manchen Zügen wirklich an Christian Grey erinnert und den kann ich überhaupt nicht leiden. Da sie nicht identisch sind, hatte ich für Kyler allerdings etwas mehr übrig, auch wenn ich seinen andauernden Pessimismus und sein Verhalten anderen Männern gegenüber, die mit Sydney reden, richtig nervig fand. Im Allgemeinen fand ich in der Beziehung von Kyler zu Sydney recht viele Parallelen, die mich an Shades of Grey erinnert haben. Sydney wurde häufig Syd genannt (bin ich die Einzige, die da an Ice Age denkt?) und immer als klein beschrieben. An sich kein Problem, allerdings wurde immer alles klein gemacht, weshalb ich irgendwann den Eindruck hatte, dass sie auch einfach noch ein Kind sein könnte.

Ein wenig gewundert hat mich der ungehaltene Sprachgebrauch von Jennifer L. Armentrout. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, weshalb die Dialoge relativ natürlich wirken - zumindest die Wortwahl. Es ist gut lesbar, was ich für eine Young Adult Geschichte sehr wichtig finde.

Trotz aller Faktoren ist die Geschichte wirklich ganz nett. Ein kleines Häppchen für zwischendurch. Da die Buchaufmachung auch noch so hübsch ist, sieht es im Regal wirklich toll aus.


Fazit:

Eine nette, wenn auch nicht überragende kleine Geschichte. Viele Tränen, viel Schnee und ein wenig Spannung. Genug Faktoren, um die Geschichte zu lieben oder zu hassen. In der Neuheit der Geschichte hat die Autorin zwar keine Sterne von Himmel geholt, aber dennoch ist sie mit dem Thema Freundschaft wird zu Liebe, einzigartig umgegangen.
Ich würde es ganz klar empfehlen, es im Winter zu lesen.

3,5/5 Punkte

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