14 September 2016

[Rezension] Wenn du mich siehst

Autor: Nicholas Sparks
Titel: Wenn du mich siehst
Originaltitel: See me
Seitenzahl: 576
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Heyne


Ein großen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Inhalt:

Mitten auf einer einsamen nächtlichen Landstraße bleibt Marias Auto liegen. Ein Wagen hält, ein bedrohlich aussehender, muskelbepackter Mann steigt aus - und wechselt ihr freundlich den Reifen. Der vorbestrafte Colin und die zielstrebige Maria scheinen überhaupt nicht zusammenzupassen. Dennoch verlieben sie sich rettungslos ineinander. Aber ihnen droht größte Gefahr, denn ein finsteres Kapitel aus Marias Vergangenheit holt sie ein und lässt sie um ihr Leben fürchten. Kann ihre Liebe Colin und Maria in der dunkelsten Stunde retten?

Meinung:

Ich hatte schon vorher einige Rezensionen gelesen, dass Nicholas Sparks eher einen romantischen Thriller geschrieben hat, als einen seine bekanntlich vor Romantik triefenden Romane. Ich war also sehr gespannt, denn es ist ja nicht das erste Mal, dass er aus dem Genre ausbricht. So begegnen uns in "Wie ein Licht in der Nacht" mehr oder minder Übernatürliches und auch des häufigeren ist Gewalt ein Teil seiner Geschichte.

Dennoch war ich sehr gespannt. Ich hatte schlussendlich das Gefühl, das ich zwei verschiedene Bücher gelesen habe. Das erste Drittel oder die erste Hälfte, so genau kann ich das nicht mehr sagen, ist total normal. Romantisch, wie man es erwartet hat. Aber dann gehts los.
Als die Stalkerei losgeht, gibt es schon fast kein anderes Thema mehr. Man konnte richtig mit raten und ich war gefesselt.

Gerade auf den letzten Seiten spitze sich die Spannung richtig zu, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Bei mir selbst viel der Groschen immer erst kurz vor denen im Buch. Manche Verbindungen konnte ich aber auch selbst nicht herstellen. Ich hab es voll ausgekostet und habe mich einfach weiter berieseln lassen.

Die Charaktere sind glaube ich alle so gewählt, dass man sie mag. Zumindest konnte mich jeder für sich begeistern. Besonders Evan, Lily und Serena. Bei Colin war ich mir lange Zeit ziemlich unsicher. Eigentlich ist er ja ein anständiger Kerl, aber wenn er rot sah, ging er mir auf die Nerven. Ebenso auch Maria im ersten Gespräch mit Margolis. Ihre Beharrlichkeit missfiel mir da extremst.

Der Schreibstil war wie gewohnt angenehm. Perfekt um sich nicht unterfordert zu sein, aber dennoch nicht so fordernd, dass der Lesegenuss verloren geht. Ich mag den Schreibstil von Sparks aber auch sehr, mitunter ein Grund, wieso ich so viel von ihm lese.

Ich kann mich alles in allem vielen Meinungen anschließen; wer eine Liebesgeschichte zum Heulen sucht, der sollte zu einem anderen Buch greifen. Das große Drama bleibt auch hier aus, wer also eher eine sanfte, nicht überdramatisierte Liebesgeschichte mit Spannung sucht, der wird hier fündig.


Fazit:

Mir hat die andere Richtung echt gut gefallen. Allerdings bin ich sehr schleppend ins Buch eingestiegen. Die Kapitel (immer abwechselnd aus der Sicht von Maria und Colin) waren mir einfach zu lang. Zu Ende hin bessert sich das allerdings. Ich fand das Buch erfrischend und würde es durchaus weiterempfehlen. Aber gerade die Dauer, die ich für die ersten 200 Seiten gebraucht habe, spiegeln sich in den Punkten wieder.

3/5 Punkte

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