11 Juli 2016

[Rezension] Upside down - Weil du mir den Kopf verdrehst

Autorin: Lia Riley
Titel: Upside Down - Weil du mir den Kopf verdrehst
Originaltitel: Upside Down
Seitenzahl: 400
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: blanvalet
1. Band


Einen Dank an blanvalet für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Inhalt:

Talias Leben ist ein Chaos. Sie hat ihre Schwester verloren, ihre Uninoten sind katastrophal und ihre Mutter hat die Familie gegen ein Leben auf Hawaii eingetauscht. Am anderen Ende der Welt, in Australien, will Talia für sechs Monate ein unbeschwertes Leben führen. Alles läuft nach Plan, bis sie Bran kennenlernt - einen sexy Typen mit unglaublich grünen Augen...

Bran hat das mieseste Jahr seines Lebens hinter sich. Vor allem wegen eines Mädchens, das seine Träume in Scherben gelegt hat. Als er die Bruchstücke wieder zusammenfügen will, verdreht ihm ausgerechnet eine Austauschstudentin aus Kalifornien den Kopf. Soll er der Liebe eine zweite Chance geben?



Meinung:

Der Beginn des Buches war wirklich vielversprechend. Mir gefiel Talia und ihre freche Art. Außerdem ging es wirklich zügig los, sodass sich Talia und Bran richtig schnell begegnen. Es war wirklich erfrischend, wie sie miteinander umgegangen sind.
Doch dann...Ich hab nicht erwartet, dass das Buch so viel Sexszenen beinhaltet. Tatsächlich hat mich das ziemlich überrascht und auch kalt erwischt.

Gut, Talia hatte eine nicht ganz einfache Vergangenheit, was man bereits dem Klappentext entnehmen kann. Dass es sich negativ auf sie auswirkt, ist verständlich. Mal ganz von ihren Ticks abgesehen, ging sie mir so ab der Mitte des Buches mit ihrer Streitsucht auf die Nerven. Sie hat wirklich aus jeder Kleinigkeit ein Drama gemacht. Somit besteht das fast 400 Seiten dickes Buch eigentlich nur aus Drama.

Mit Talia, aus deren Sicht der Großteil des Buches geschrieben wurde, verband mich einfach nur noch eine Hassliebe. Ich habe so ziemlich alles für sie empfunden, von Sympathie über Mitleid bis genervt. Letztlich kann ich nur sagen, dass es eine lange Liste an Protagonisten gibt, die ich ansprechender fand.
Bran, der auch ein paar, aber wirklich überraschend wenig Kapitel erzählen durfte, konnte ich gerade in den Kapiteln überhaupt nicht leiden.Er war mir einfach unsympathisch.
Viel mehr Personen gibt es auch nicht, die fürchterliche Mutter von Talia mit ihrem noch fürchterlicherem Freund oder den Schmierlappen Jazza.

Wie bereits erwähnt sind die Kapitel aus der Sicht von Talia oder Bran erzählt. An sich ist sowas kein Problem für mich, aber Bran hat nur so 5 oder 6 Kapitel abbekommen. Ich hatte irgendwie nicht die Möglichkeit, mich an ihn zu gewöhnen. Zumal die Kapitel meist nur Andeutungen machten, um geheimnisvoll zu sein?

Das Schreibstil war ganz ok. Weder besonders gut, noch schlecht. Einfach eher unauffällig. Ich hatte allerdings an manchen Stellen Probleme Zeitsprünge wirklich wahrzunehmen und war deshalb etwas aus dem Rhythmus und auch leicht verwirrt.
Für mich konnte es eigentlich nur zwei Enden geben und ich muss sagen, auf den letzten 60 Seiten (oder gar weniger) kommt auf den Leser wirklich viel zu. Für meinen Geschmack viel zu viel.


Fazit:

Ich hatte Hoffnung, dass es ein erfrischendes Sommerbuch wäre, locker leicht zu lesen und eben einfach schön romantisch. Allerdings fand ich es weder erfrischend, noch romantisch. Dennoch ein ganz nettes Buch für zwischendurch. Vielleicht ist es etwas für jemand, der noch nicht weiß, ob das Erotikgenre etwas für ihn ist. Hier ist der Teil recht ausgeprägt, aber trotzdem liebevoll erzählt.

3,5/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Hey Eva,
    das klingt ja gar nicht gut. Vom Klappen text her hätte ich es gekauft, aber so...danke für deine ehrliche Meinung!
    Liebe Grüße,
    Fiorella

    AntwortenLöschen