13 April 2016

[Rezension] Muh!

Autor: David Safier
Titel/Originaltitel: Muh!
Seitenzahl: 336
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag


Inhalt:

Kuh Lolle aus Ostfriesland hat gerade eine ziemlich schlechte Phase: Nicht nur, dass ihr heißgeliebter Stier Champion sie mit der dusseligen Kuh Susi betrügt. Nein, Lolle erfährt auch vom Plan des Bauern, den Hof zu verkaufen und alle Kühe zwischen zwei Brötchenhälften enden zu lassen. Aber es gibt Hoffnung. Ein weitgereister italienischer Kater verrät ihr, dass es ein Paradies für Kühe gibt: Indien! Und so beschließt Lolle, sich mit ihren beiden besten Freundinnen, der harten Hilde und dem lieben Radieschen, vom Acker zu machen und die gefährliche Reise in das Land zu wagen, wo Kühe den Menschen heilig sind ...


Meinung:

Ich hatte das Buch so unglaublich häufig auf meiner Leseliste und ich hatte es sogar auch immer wieder etwas gelesen, sodass ich mindestens zwei Monate auf ca. Seite 90 rumgedümpelt bin, bis ich mir jetzt sagte: Jetzt liest du das Buch durch und basta.

So etwas möchte man natürlich nicht erleben und mir tut es auch echt leid drum, allerdings sind die ersten 100 Seiten so lang. Hinzu kam meine Schwierigkeit, mich auf die Kühe einzulassen. Ich denke, ich fühle mich als Mensch einfach wohler.

Nichtsdestotrotz nimmt die Geschichte Fahrt auf. Es passiert so einiges auf dem Roadtrip, was ich natürlich nicht vorwegnehmen möchte. Langsam kam ich auch soweit rein, dass ich über einige lustig gemeinte Dinge auch tatsächlich schmunzeln musste.
Dennoch sind die Namen ein großes Manko: Lolle, Champion, Susi, Radieschen, Hilde... das macht ganz schön fertig, aber ok: es sind Kühe, das sollte nicht vergessen werden.

Mein Lieblingscharakter ist ganz klar Radieschen. Sie ist so erfrischend einfach und so herrlich naiv. Mit Abstand die süßeste Kuh, die ich erleben durfte und sie war bei 90% der Fälle der Grund für mein Schmunzeln. Die anderen sind eigentlich ok. Erträglich und man muss auch jeden davon dabei haben.

Der Schreibstil ist nicht ganz fließend. Der Akzent des Katers nervt mich total. Dadurch ergaben sich auch viele falsch geschriebene und auch ausgesprochene Wörter, wie Audoo. Ich verstehe das natürlich, wieso das so sein soll, aber dennoch habe ich einige Zeit gebraucht, um die Sachen fließend mitlesen zu können.

Am Ende wird das Buch sogar noch mal richtig tiefgründig. Das hat mir richtig gut gefallen und das hat noch einmal einen halben Punkt rausgerissen.
Es ist wirklich eine nette Geschichte, die so richtig in den Frühling oder Sommer passt. Denn sie vertreibt böse Gedanken und tröstet über Regenwetter hinweg.


Fazit:

Muh! ist nicht das stärkste Buch von David Safier, deshalb würde ich wahrscheinlich jedem erst einmal zu einem anderen raten. Dennoch sind diese Bücher einfach wunderbar für zwischendurch und um die Stimmung ein klein wenig zu heben.

3/5 Punkte

Kommentare:

  1. Hallo liebe Eva!
    "Muh!" habe ich noch nicht gelesen (möchte ich aber gerne noch!), dafür aber schon "Mieses Karma" und "Plötzlich Shakespeare" - die mir beide wunderbar gefallen haben. Und vor ein paar Tagen habe ich sogar Safiers erstes ernstes Buch (28 Tage lang) beendet, was ich einfach großartig fand. (Das kann ich dir absolut empehlen!) Leider habe ich auch schon auf anderen Blogs mitbekommen, dass "Muh!" nicht so toll sein soll. Schade. Aber dennoch bin ich neugierig und will es eines Tages noch lesen. ;)

    Alles Liebe,
    Janine

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    1. Ich hab bislang "Mieses Karma", "Plötzlich Shakespeare", "Happy Family" und "Jesus liebt mich" gelesen und die fand ich alle besser als "Muh". Eine Kuh zu sein, ist einfach zu merkwürdig^^.
      28 Tage Lang will auch unbedingt noch lesen. Sehr schön, dass du das auch empfehlen kannst :)

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