07 April 2016

[Rezension] Infernale

Autorin: Sophie Jordan
Vorleserin: Friederike Walke
Titel: Infernale
Originaltitel: Uninvited
Gesamtlänge: 6 Std. 28 Min. (6 CDs;gekürzte Lesung)
Verlag: cbj audio
1. Band

Ein großen Dank an cbj audio für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Inhalt:

Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. Überdurchschnittlich. Begnadet. Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. Jemand. 
Niemand sagte: Das geht nicht. 
Niemand sagte: Mörderin.

Durch einen DNA-Test als potenzielle Mörderin eingestuft, wird Davy Hamiltons perfektes Leben auf den Kopf gestellt. Ihre Freunde und ihre Familie wenden sich von ihr ab. Doch dann findet sie Zugehörigkeit und Liebe, wo sie es am wenigstens erwartet hätte.


Meinung:

Im Vorfeld hat man viele positive Meinungen gehört und da muss man mal nachschauen, ob an dem Hype auch etwas dran ist. Und für mich: Ganz klar, ja.

Die Idee von Sophie Jordan ist einfach unschlagbar. Ein Mädchen, das völlig aus dem Leben gerissen wird und ein Neues beginnen muss. Indem sie damit klarkommen muss, dass sie nun anders behandelt wird. Es wird sehr authentisch dargestellt, wie sie sich von den anderen Genträgern versucht zu differenzieren. Man kann erleben, wie sich ihre Ansichten langsam ändern und wie langsam aus "denen" zu "uns" wird.
Die Lovestory läuft dabei wirklich nur am Rand und wirkte auf mich nicht aufdringlich.

Die Stimme von Friederike Walke passte super zu einer jungen Protagonistin. Ihre Art die Gedanken von Davy so emotional vorzulesen, hat mich total gefesselt.
Allerdings war sie bei der Darstellung der Männer nicht ganz so überzeugend, denn gerade Sean klang immer gleich, egal was drum herum geschah. Irgendwie immer so als hätte er etwas geschluckt,, dass ihn total entspannen lässt.

Ab der vierten CD habe ich alles direkt durchgehört. Als Davy nach Mount Haven kommt, wurde es richtig interessant und für mich auch durchgängig spannend. Das Verhalten der Genträger zueinander ist wie erwartet. Ich muss da irgendwie an die ganzen Gefängnisserien denken oder die Camps für schwer erziehbare Kinder, wie sie damals im Fernsehen liefen.

Mit Davy kam ich auch eigentlich gut klar. Ich konnte ihr Denken nachvollziehen, es war schon logisch, wie sie dachte. Zu Sean und Gil kann ich nicht sonderlich viel sagen. Ihre Rollen, gerade die von Sean, waren von vornherein klar. Dennoch wurde ich mit beiden nicht so richtig warm. Sabine hat das "beste Freundin" Potenzial. Dadurch, dass sie immer wieder als zierlich beschrieben wird, mochte ich sie irgendwie.

Ich finde aber, wenn ich ehrlich bin, dass das Ende eigentlich in Ordnung ist, wie es ist. Es ist versöhnlich und mir fehlt wirklich der Cliffhanger. Dennoch sind einige Fragen ungeklärt, die dann hoffentlich bald aufgedeckt werden.


Fazit:

Die Geschichte ist wirklich toll. Etwas Vergleichbares habe ich noch nicht gelesen/gehört. Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil und werden diesen sicher mindestens einmal hören. Das ist auch der Grund, wieso ich das Hörbuch wirklich empfehlen würde. Es ist spannend und mitreißend, was will man denn mehr?

4,5/5 Punkte

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