09 März 2016

[Rezension] Kein Ort ohne dich

Autor: Nicholas Sparks
Titel: Kein Ort ohne dich
Originaltitel: The longest Ride
Seitenzahl: 560
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Heyne


Inhalt:

Der 91-jährige Ira steht nach einem schweren Unfall an der Schwelle des Todes. Nur die Erinnerungen an seine verstorbene Frau Ruth halten ihn am Leben. Währenddessen kämpfen Sophia und Luke, ein junges Paar, um ihre Liebe. Sie sind so grundverschieden, dass eine gemeinsame Zukunft kaum vorstellbar ist. Können sich die beiden Generationen gegenseitig retten?



Meinung:

Das Buch ist wirklich schön gemacht und es gefiel mir. Die Kapitel sind jeweils aus einer anderen Sicht geschrieben. Da verschlägt es den Leser zu dem im Auto auf Rettung wartenden Ira, zu der im Studentenwohnheim lebenden Sophia und zu dem auf der Ranch arbeitenden Luke.
Die Abwechslung der Charaktere war dabei sehr fließend und hat mich keine Mühe gekostet.

Die Kapitel von Ira fand ich ehrlich gesagt immer etwas langweilig. Er schwebte halt permanent in Erinnerungen an seine Frau, den Krieg und was sie nicht sonst alles erlebt hatten. Ich muss sogar zugeben, dass mir seine Kapitel irgendwann total Angst vorm Altwerden gemacht haben. Allerdings hat Sparks es auch geschafft, dass ich Iras Situation auf mich selber projiziere und darüber nachdenke.

Die Geschichte von Luke und Sophia fand ich hingegen aber wirklich schön. Ich habe mich etwas gewundert, wie jung die beiden Protagonisten doch sind und mit dem Studentenleben habe ich auch zwischenzeitlich vergessen, dass ja Nicholas Sparks das Buch geschrieben hat.
Richtig interessant wurde es dann aber erst, als es für die beiden in die Krise geht und Geheimnisse endlich gelüftet werden.

Die Charaktere sind eigentlich alle, wie sie sein sollten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer sagen wird, dass er Ira, Sophia oder Luke nicht leiden kann. Allerdings denke ich auch, dass das so beabsichtigt war.

Ich liebe die Geschichten von Sparks. Sie sind stets romantisch, ohne kitschig zu sein und fernab aller Klischees. Die Personen bekommen auch mal streit, aber man denkt sich nie "sag ihr/ihm doch einfach mal alles".
Der Schreibstil hinzu ist einfach so schön zu lesen, denn er bleibt unauffällig und flüssig.


Fazit:

Eine schöne romantische Geschichte, die mal etwas länger ist und sich deshalb auch etwas Zeit lassen kann, ohne direkt langatmig zu werden. Ich würde sie allen Liebhabern von Liebesgeschichten empfehlen. Den Film dazu werde ich auch bald schauen. Da mich allerdings die Kapitel eines 91-jährigen nicht richtig angesprochen haben, kann ich keine volle Punktzahl vergeben.

4/5 Punkte

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen