02 Dezember 2015

[Rezension] Bitterzart

Autorin: Gabrielle Zevin
Titel: Bitterzart
Originaltitel: Birthright - All these things that i`ve done
Seitenzahl: 544
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Fischer Verlag
1. Band


Inhalt:

New York 2083: Wasser und Papier sind knapp, Kaffee und Schokolade illegal. Anyas erste große Liebe könnte so schön sein, wäre Win nicht der Sohn des Oberstaatsanwalts, und sie nicht die Tochter von Leonyd Balanchine, dem Mafiaboss des berüchtigten Balanchine-Kartells.


Meinung:

Ein Buch, in dem es um Schokolade geht, das muss doch auch gut sein oder? Ja, das ist es. Finde ich zumindest.
Die Idee ist echt kreativ und die Personen sehr gut dargestellt. Allerdings läuft die Geschichte gelegentlich nicht flüssig. So werden manche Dinge, die geschehen nur kurz zusammengefasst oder es vergehen einfach so ein paar Tage.

So oder so ließ sich das Buch so unglaublich schnell weglesen. Ich habe auf meiner Zugfahrt, bei der ich gewöhnlich rund 60 Seiten schaffe, dieses Mal ca 100 geschafft. Das liegt zum einen an dem schmalen Format und großen Zeilenabständen, aber auch daran, dass man sich so richtig in die Geschichte fallen lassen kann.
Ziemlich schnell kommt das Buch zum ersten Höhepunkt und ab da hatte mich die Geschichte völlig gepackt.

Wenn ich mich entscheiden müsste, könnte ich nicht mal sagen, welche Figur ich am tollsten fand. Es ist echt selten, aber alle von Anyas Freunden (und Geschwistern) finde ich einfach spitze. Außerdem trifft man hier nicht auf die klischeehaften Figuren, was ich sehr positiv finde.
Über die meisten Strecken kam ich mit Anya sehr gut klar. Man kann sich in sie hineinversetzen, aber dann kommen wieder Abschnitte, in denen sie sehr merkwürdig reagiert.

Der Schreibstil versucht jugendlich frisch zu sein und das schafft er auch. Es ist gut und schnell zu lesen und wirkt keinesfalls angestrengt oder aufgesetzt.


Fazit:

Jedes Buch hat seine Schwächen, aber hier bei Bitterzart sind sie so gering, dass ich neugierig auf die folgenden Bände bin. Die Reihe werde ich sicherlich zu Ende lesen, denn es geht richtig stark los, sodass ich das Buch auf jeden Fall empfehlen würde.

4/5 Punkte

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