25 August 2015

[Rezension] Selection - Die Kronprinzessin

Autorin: Kiera Cass
Titel: Selection - Die Kronprinzessin
Originaltitel: Selection - The Heir
Seitenzahl: 400
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Sauerländer
4. Band


Inhalt:

Nachdem Prinz Maxon einst sein Herz verschenkt hat, ist es nun an seiner Tochter Eadlyn, der Kronprinzessin von Illeá, ein neues Casting abzuhalten. 35 junge Männer reisen aus dem ganzen Königreich an und liegen der Prinzessin zu Füßen. Das Volk fiebert ergriffen mit, wer Eadlyns Herz erobern wird. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht ein kleines Problem: Eadlyn hat dem Casting nur zugestimmt, um das aufgebrachte Volk mit einer glamourösen Show zu besänftigen. Und an das große Glück glaubt sie sowieso nicht.


Meinung:

Eadlyn ist einfach nicht America. Das muss man wohl oder übel anerkennen. Ich habe America geliebt, aber Eadlyn? Eine verzogene, arrogante und herablassende Göre. Wirklich. Es wird im Laufe des Buches besser, sie beginnt sich zu hinterfragen, aber dennoch kommt die ganze Zeit die Einstellung "Ich regiere bald das ganze Land." durch und ich weiß nicht, wie oft sie ihre "Ich werde Königin und du nicht"-Karte als Erklärung ausgespielt hat.

Ich bin jedoch zuversichtlich, dass sich Eadlyn im folgenden Band ändern wird. Das ist wie ein kleiner Lichtfunke am Horizont. Dennoch vermisste ich über lange Strecken den Witz, den die ersten Bücher hatten und der mich so gefesselt hat.

Es ist aber interessant das Casting mal von der anderen Seite zu sehen, aber ich muss sagen, dass dort in diesem Fall nicht viel passiert. Eadlyn ist schon ziemlich unkreativ. Die 35 Kerle gammeln eigentlich nur im Palast rum, bei Maxon und America hatten die Damen wenigstens noch was zu tun.

Ean und Henri kann ich überhaupt nicht leider und hoffe immer wieder, dass sie doch endlich mal aus dem Casting fliegen. Irgendwie traue ich beiden nicht so richtig. Dafür gefallen mir Kaden und Osten, auch wenn die Namen etwas merkwürdig sind. Die beiden sind richtige Schätze. Und ich habe es echt gefeiert, wenn sie Eadlyn mal kontra gegeben hatten.

Der Schreibstil ist angenehm, auch wenn nicht wirklich spannend. Denn diese Rebellenspannung gibt es nicht mehr. Man kommt aber gut durch die Seiten, ohne dass es schwerfällt oder hackt. Cass schreibt halt gewohnt einfach.

Ich hoffe auf sehr viel mehr Spannung und auf eine neuen Eadlyn im nächsten Teil. Schade, dass meine Skepsis nicht aus dem Weg geräumt werden konnte.


Fazit:

Der vierte Teil einer fantastischen Reihe hat mich schon etwas enttäuscht. Mir fehlte so vieles. Der Sprung zwischen den Teilen ist auf einmal so groß und man vermisst die alte America. Der Humor war zeitweise gänzlich verschwunden. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

4/5 Punkte

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