14 Juli 2015

[Rezension] Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten

Autorin: Kerstin Gier
Titel/Originaltitel: Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten
Seitenzahl:496
Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Arena Verlag
3. Band
Was tut man, wenn einem das Herz gebrochen wurde? Richtig, man telefoniert mit der besten Freundin, isst Schokolade und suhlt sich wochenlang im Unglück. Dumm nur, dass Gwendolyn, Zeitreisende wider Willen, ihre Energie für ganz andere Dinge braucht: zum Überleben zum Beispiel. Denn die Fäden, die der zwielichtige Graf von Saint Germain in der Vergangenheit gesponnen hat, ziehen sich nun auch in der Gegenwart zu einem gefährlichen Netz zusammen. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, müssen Gwendolyn und Gideon - Liebeskummer hin oder her - nicht nur auf einem rauschenden Ball im 18. Jahrhundert zusammen Menuett tanzen, sondern sich in jeder Zeit kopfüber ins Abenteuer stürzen...

Weiter geht's in der Zeitreisethematik. Wieder kehrt die Angst auf, dass der Abschluss vielleicht einfach schlecht ist. Aber genauso groß ist die Aufregung endlich Licht ins Dunkle zu bringen.

Die Geschichte geht reibungslos weiter, jedoch gibt es merkliche Wiederholungen, was bislang so passiert ist. Die hätte man für meinen Geschmack besser verstecken können, aber was soll's. Auch dieser Punkt ändert meine Begeisterung nicht im mindestens.

Es geht betont emotional weiter. Gwen hat Liebeskummer der schlimmsten Sorte. Normalerweise würde mich das nerven, doch ich mag die Protagonistin einfach zu sehr, dass ich eher mit ihr leide, statt mich an dem Geheule aufzuregen.
Tatsächlich werden sehr viele Geheimnisse gelöst und ich muss auch sagen, dass ich ein paar Sachen (eigentlich zwei) richtig eingeschätzt oder geraten habe. Dabei muss ich sagen, dass es nichts allzu Offensichtliches ist. Also keine Sorge, dass alles vorausschaubar ist.

Alles läuft auf den großen Ball hin. Ab da nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf. Die Handlung überschlägt sich nahezu. Das Buch aus der Hand legen? Unmöglich.
Zu dem Empfinden trägt natürlich auch die leichte und flüssige Schrift bei, die sich nur so runterlesen lässt.

Die Charaktere sind genauso wie vorher auch: Gwen und Gideon gefallen mir einfach sehr gut, besonders zusammen. Tante Glenda und Whitman nerven mich zunehmend. Der Graf Saint Germain ist und bleibt gruselig und eine Gestalt, der ich niemals begegnen will. Xemerius bleibt mit seinen lockeren Sprüchen das Highlight für mich.

Ich schwärme für das Buch. Für die ganze Trilogie. Einfach eine wundervolle Geschichte, zum Lachen und Weinen.
So ein würdiger Abschluss. Schade, dass jetzt alles vorbei ist. Die Reihe ist wirklich einzigartig (und nicht vergleichbar mit dem Film). Der letzte Band gefiel mir sogar noch am besten.

5/5 Punkte

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