11 Juli 2015

[Rezension] Saphirblau - Liebe geht durch alle Zeiten

Autorin: Kerstin Gier
Titel/Originaltitel: Saphirblau - Liebe geht durch alle Zeiten
Seitenzahl: 400
Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Arena Verlag
2. Band

Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist vielleicht keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!
Nachdem mir der erste Teil einfach richtig gut gefallen hatte, hatte ich natürlich auch die Befürchtung, dass der zweite Teil enorm schlechter ist und mich enttäuscht, aber diese Sorge war absolut grundlos.

Direkt der Anfang überraschte mich. Das Buch schloss geschichtlich direkt an dem ersten Band an. Ohne große Wiederholung ging die Geschichte weiter. Irgendwie fand ich das erfrischend, immerhin lese ich ja den ersten Teil, wieso dann noch so eine lange Wiederholung lesen wollen?

Das Highlight des Buches war für mich das Soirée. Ich habe mich einfach mehr als köstlich amüsiert, aber das lag ganz klar daran, was da so passiert ist. An dieser Stelle will ich natürlich nicht zu viel verraten.
Es wird immer noch weiter gerätselt: was ist das Geheimnis hinter dem Chronografen? Wieso haben Paul und Lucy ihn geklaut? Immer wieder auf der Suche nach der Wahrheit. Und das schöne, man stellt selber immer Vermutungen an.

An den Figuren hat sich wenig geändert. Tante  Glenda nervt noch immer und der Graf Saint Germain ist und bleibt gruselig.
Xemerius hingegen ist genial. Immer für einen guten Spruch gut. Ich konnte ihm dennoch irgendwie nicht richtig trauen. Vielleicht liegt es daran, dass er ein Dämon ist und die sind ja bekannterweise böse.

Die Sprache und Schrift bleibt gewohnt locker. Es ist nicht so, dass es einen aufsaugt. Meiner Meinung nach hatte man nicht einmal die Chance zwischen dem ersten und zweiten Band überhaupt aufzutauchen.
Saphirblau steht Rubinrot in nichts nach. Wer sich fürchten sollte, dass die Bänder schlechter werden, den kann ich hier beruhigen. Die Geschichte geht spannend weiter und man freut sich auf den letzten Teil und auf die Auflösung der ganzen Geheimnisse.

5/5 Punkte

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