12 Juli 2015

[Rezension] Der Killer

Autor: Richard Laymon
Titel: Der Killer
Originaltitel: Beware
Seitenzahl: 288
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Heyne Hardcore
Als die Journalistin Lacey eines Abends in einem kleinen Supermarkt einkaufen will. findet sie sich in einem Albtraum wieder.  Schwer verletzt kann sie einem unheimlichen Killer entkommen, der die Ladenbesitzerin enthauptet hat. Doch dies ist erst der Anfang. Auf ihrer verzweifelten Flucht vor dem Killer kommt Lacey einer Kultgemeinschaft auf die Spur, die entsetzliche Rituale durchführt. Um die Entfesselung unvorstellbaren Grauens zu verhindern, muss die junge Frau alle Grenzen hinter sich lassen.

Man mag mich vielleicht für verrückt halten, aber trotz des Klappentextes habe ich nicht mit etwas Übernatürlichem gerechnet. Umso überraschter war ich, als es dann doch soweit kam.

Zunächst startet die Geschichte mit zwei verschiedenen Erzählsträngen. Der eine befindet sich bei der Journalistin Lacey und der andere bei einem Typen, der sich Dukane nennt. Zu beginn fand ich die Erzählung um Lacey wesentlich spannender. Ihre Angst war quasi spürbar und immer im Hinterkopf "Was würde ich tun?".

Es dauerte allerdings nicht lange, bis das Übernatürliche aufgedeckt wurde und irgendwie hat mich das eher negativ als positiv getroffen.
Aber zu dem Zeitpunkt fing es auch an, immer schleppender zu werden.
Die beiden Stränge laufen zusammen, allerdings nicht richtig fließend oder zufällig, sondern sichtbar gewollt. Allerdings ebbt die Spannung immer weiter ab.

Man erfährt viel nebenher, besonders vom Killer. Er erzählt quasi seine ganze Geschichte noch einmal und eigentlich ist da auch nichts überraschend dran. Gerade da hätte ich mehr erwartet, wenn man die Psyche des Killers schon aufdeckt, dann muss da in ihm auch mehr falsch sein.

Warum das Buch im Heyne Hardcore erschienen ist, wird bereits im zweiten Kapitel deutlich. Es ist schon recht brutal, auch wenn die Seite sich für mich nicht ins Unermessliche stieg. Der Hauptgrund werden wohl die ganzen Sexszenen sein.

Der Schreibstil war sehr angenehm. Man kommt doch recht gut durch das verhältnismäßig kurze Buch durch.
Die Angst, die zu Beginn noch so präsent war, verliert sich mit jeder weiteren Seite. Das empfinde ich als sehr schade, da gerade sie mich richtig abgeholt hat. Gerade zum Ende hin wird das Buch unnötig langwierig.

2/5 Punkte

Kommentare:

  1. Hallo Eva,

    also, ich habe noch nie etwas von Laymon gelesen, dabei würde ich das schon gern. Wie ich sehe, man sollte wohl mit einem anderen Buch den Autor kennenlernen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Ich glaube aber auch, dass ich noch was von ihm lesen werde. Vielleicht ist es wirklich nicht sein Meisterstück, aber ich hab noch weniger begeisterte Meinungen von "Der Käfig" gehört

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