08 Juni 2015

[Rezension] Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Autorin: Veronica Roth
Titel: Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit
Originaltitel: Insurgent
Seitenzahl: 512
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Goldmann Verlag
2. Band
Die Aufnahme in eine der fünf Fraktionen sollte ein feierliches Ereignis für Tris werden, doch sie endete in einer Katastrophe. Der Aufstand hat begonnen, und es herrscht Krieg zwischen den Fraktionen. Als die Unbestimmten angegriffen werden, ist es Tris' Aufgabe, sie zu retten. Tris muss eine Entscheidung treffen - eine Entscheidung, die jedoch ihre Liebe zu Four auf eine harte Probe stellt: Im Kampf um die Freiheit muss Tris Four verlassen und sich mit dem Feind verbünden...


Ich habe vorher viele Stimmen gehört, dass sich das Buch total in die Länge zieht und soviel schlechter ist, als der erste Teil. Also war ich auf das Schlimmste vorbereitet, doch das war meiner Meinung nach überhaupt nicht nötig.

Das Buch ist in meinen Augen nicht schlechter als der erste Teil. Es ist brutal und voller Spannung. Gut, es wird vielleicht etwas mehr geredet. Doch ich finde, dass auch diese Passagen für die komplette Geschichte sehr wichtig sind und nicht irgendwelche unnützen Gedanken. Ansonsten ist es wie eine Achterbahnfahrt: die Spannung geht hoch und runter und genau das liebe ich einfach.

Die Geschichte zwischen Tris und Four wird größer und gerade in diesem Buch haben sie, wie es auch schon der Klappentext verrät, viele Schwierigkeiten, die nicht unbedingt nötig sind, aber sich noch angenehm zurückhalten. Ich finde, dass sich in solchen Dystopien die Liebesgeschichte immer im Hintergrund halten sollte. Das ist hier noch der Fall, auch wenn es teils schon hart an der Grenze ist.

Es gab einige Wendungen im Buch, die ich so nicht erwartet oder gar für möglich gehalten hätte, aber so etwas macht die ganze Sache interessanter.

Tris ist allerdings ständig am Jammern. Sie wirkt immer schwächer und hat immer wieder das Problem an Will zu denken. Ich kann mir vorstellen, dass viele diese menschliche und zerbrechliche Seite gut fanden, aber ich hätte mir Tris als Termintor gewünscht.

Ich finde noch immer nicht, dass es wirklich störende Charaktere gibt. Ich bin froh, dass zu den aus dem ersten Teil bekannten Charakteren zurückgeht. Zu denen, die man eh schon lieb gewonnen hat.

Der Schreibstil ist super flüssig und nur geradezu zum Verschlingen der Wörter gemacht.

Ich habe es verschlungen und von Seite zu Seite mehr gemocht. Ein zweiter Teil, der dem Ersten in nichts nachsteht. Solange man sich eben darauf einlassen kann, dass sich eben auch was verändert. Es macht Spaß und ich kann es weiterempfehlen.

4/5 Punkte

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