13 Juni 2015

[Rezension] Die Bestimmung - Letzte Entscheidung

Autorin: Veronica Roth
Titel: Die Bestimmung - Letzte Entscheidung
Originaltitel: Allegiant
Seitenzahl: 512
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Goldmann Verlag
3. Band
Die Fraktionen haben sich aufgelöst, und Tris und Four mussten erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist. Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Gemeinsam wollen Tris und Four diese neue Welt erkunden. Doch ihr Vorhaben stößt auf erbitterten Widerstand. Und auch ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, als die beiden erkennen, dass die Lüge, die ihr Leben bestimmt, noch gewaltiger ist, als sie es sich bisher vorstellen konnten. In größter Gefahr muss Tris eine letzte Entscheidung treffen - und riskiert alles...

Ich hab mich total auf den letzten Teil gefreut. Mir gefiel immer der Schreibstil und auch Tris als Protagonistin. Ich war einfach total drin, aber dann das Entsetzen: das Buch ist nicht mehr nur in Tris' Perspektive geschrieben, sondern auch in die von Four.
Dies hat mich echt Überwindung gekostet. Am Anfang musste ich mich in den Kapiteln von Four immer wieder daran erinnern, dass es nicht Tris ist, die da spricht. Da die Kapitel dazu noch sehr kurz sind, macht es nicht leichter den Wechsel immer wieder hinzubekommen.

Nachdem man sich dann eingewöhnt hat, muss man feststellen, dass die Geschichte ewig dauert, um in Schwung zu kommen und wenn sie diesen dann mal hat, ist er viel zu schnell wieder verflogen. Auf den ganzen 500 Seiten gibt es 2 (wenn man positiv sein will auch 3) spannende Höhepunkte, die allerdings in weniger als 50 Seiten abgeklappert sind.  Teils sogar einfach abgebrochen und es vergehen dann mal eben so 2 Stunden zwischen den Kapiteln.

Es passierte natürlich auch das, was passieren musste: die Liebesgeschichte gewinnt die Oberhand. Die Zickereien zwischen Tris und Four gehen mir mittlerweile auf die Nerven. Immer wieder das Gleiche,

Ich finde, dass Four im Verlauf des Buches immer schwächer wird und das finde ich echt schade. Ein Kerl der immer wieder jammert, wie viel Angst er doch hat.

Und der größte Minuspunkt ist der, dass ich vorausahnte, was am Ende passieren wird. Das ist wohl auch der Grund, wieso ich wirklich lange an dem Buch gesessen habe.
Leider ein eher schlapper letzter Teil, der weit hinter seinen Vorgängern zurückbleibt. Ich denke, dass viele von denen, die, die ersten beiden Teile super fanden, auch den letzten lesen werden. Aber hier ein Tipp von mir: Schraubt eure Erwartungen auf ein Minimum hinunter.

2/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Hallo Eva,

    ja, mit den Wechsel erging es mir auch so. Man wusste nie so richtig, mit wem man jetzt eigentlich unterwegs ist - also jetzt Four oder Tris - was leider gar nicht für den Schreibstil spricht. Die Auflösung hat mir eigentlich gefallen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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