15 Februar 2015

50 Shades of Grey - Der Film

Seit vergangenen Donnerstag ist die Verfilmung des Bestsellers nun schon in den Kinos. Gestern, am Valentinstag, habe ich ihn nun auch gesehen und wollte einfach mal meinen Senf zu dem "Skandalfilm" abgeben, um den es im Vorfeld schon so viele Gerüchte gab. Denkt doch mal an die Besetztungsgerüchte...



Viele ziehen das Buch total runter, dabei ist es fast schon egal, ob sie es gelesen haben oder nicht. Ist das fair? Natürlich nicht und uns Leseratten bricht das Herz.
Wenn aber das Buch so schlecht ist oder sein soll, wieso war dann selbst die 18:00 Uhr Vorstellung so unglaublich voll?! Besetzt mit beiden Geschlechtern und allen Altersklassen von 16 - ca. 40 (ist ja immer schwer ältere einzuschätzen).

Wer meinen Blog ein wenig verfolgt, wird wissen, dass ich selber von den Büchern nicht begeistert bin. Hauptsächlich deshalb, weil die Charaktere so "dünn" sind (könnt ihr alles in meinen Rezensionen nachlesen).
Ich hatte also keine Erwartungen an den Film.

Die im Buch nervigen Teile wurde weggelassen. Die "innere Göttin" ging mir ab dem zweiten Buch einfach nur auf die Nerven (die macht auch immer das Gleiche). Ebenso wirkt Christian im Film weniger herrisch, dieses "Iss" wurde weggelassen.
Die Besetzung ist ok. Kate entsprach nicht meinen Vorstellungen, aber ansonsten gibt es nur zu meckern, dass Mrs. Robinson nicht körperlich anwesend ist, aber das wird sich im geplanten zweiten Teil ja zwangsläufig ändern müssen.

Es war also ein erstaunlich und unerwartet guter Film, vielleicht sogar besser als das Buch. Er kam mir relativ lang vor, war dafür aber sehr nach am Buch gehalten und hat wirklich viele Handlungen aus dem Buch mit reingebracht.
Gelegentlich waren die Dialoge sehr direkt. Vielleicht aus Zeitmangel?!
Der SMS- und E-Mailverkehr wurde allerdings sehr gut dargestellt (mit Blasen an den Seiten). Eine, wie ich finde, gute Problemlösung.

Der Film geht mit dem immernoch sensiblen Thema wirklich gut um. Es entsteht keine Peinlichkeit bei den Zuschauern, einfach dadurch, dass viele Stellen durch "Witze" (ob gewollt oder nicht) aufgeheitert wurden.

Mein Fazit: Ein Film, für den man sich nicht schämen braucht. Ein Film, von dem ich auch den zweiten Teil schauen werde. EIn Film, der erstaunlich gut geworden ist.

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