10 Januar 2015

[Rezension] Türkisgrüner Winter

Autorin: Carina Bartsch
Titel/Originaltitel: Türkisgrüner Winter
Seitenzahl: 464
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: rororo
2, Band




Geschichten muss man nicht nur lesen, man muss sie spüren.
Gut aussehend, charmant und mit einer Prise Arroganz raubt er Emely den letzten Nerv: Elyas, der Mann mit den türkisgrünen Augen. Besonders zu Halloween spukt er in ihrem Kopf herum. Doch was bezweckt er eigentlich mit seinen Avancen? Und wieso verhält er sich nach dem ersten langen Kuss mit einem Mal so abweisend? Nur gut, dass Emelys anonymer E-Mail-Freund Luca zu ihr hält. Das noch ausstehende Treffen mit Luca sorgt für ein mulmiges Gefühl. Dann verstummt auch er. Hat Emely alles falsch gemacht?
Sehnsüchtig erwartet: Emely und Elyas are back!


Die Geschichte von Emely und Elyas geht weiter. Zum Glück.
Meiner Meinung nach fängt sie auch stark an, lässt dann aber nach. Das stark ausgearbeitete Drama hätte ich in dem Umfang nicht gebraucht. Was jedoch schlimmer ist, ist, dass Emely für mich an Sympathie verliert. Alex, die in diesem Teil der Geschichte leider immer weiter in den Hintergrund gerät, gibt sich echt mühe eine gute Freundin zu sein. Emely hingegen ist es nicht. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, warum sie Alex belügt, obwohl diese sie schon durchschaut hatte.
Außerdem finde ich es schade, dass das Buch den Witz, das man aus dem Ersten kennt und mit dem auch das Zweite beginnt, verliert. Gerade deswegen fand ich das erste Buch so toll. Klar, die Geschichte bietet auch wieder was zum Heulen, jedoch ist das eher ein Teil der Nebengeschichte.
Die Zeit, die Elyas und Emely zusammen verbringen finde ich irgendwie zu kurz. Schade drum.
Was mich ehrlich gesagt etwas genervt hat (aber auch schon im ersten Teil), ist, dass Emely immer davon ausging, dass sich Elyas melden würde bzw. dass er sich zu melden hat. Da wir im 21. Jahrhundert sind, finde ich, kann auch das Mädel mal zum Handy greifen.
Und bevor ich es vergesse: Eva hätte ich ja so was von aus der Wohnung geschmissen oder wäre ausgezogen. So eine Unverschämtheit, die sie sich da geleistet hat... :D
Allerdings weiß die Autorin, wie man die Leser fesselt, sodass das Buch ein Muss ist. Die Neugierde, wie es ausgeht, was genau passiert, was gesagt wird. Sie bleibt einfach bis zum Ende bestehen.
Der zweite Teil ist gut und auch wirklich notwendig, aber er reicht in vielen Aspekten nicht an den Ersten heran.

Emely wird mir weniger sympathisch, aber dafür bekommt Sebastian endlich mal seine Augenblicke, in denen man denkt: so einen Freund braucht jeder. 
Alex verliert irgendwie ihre gute Laune bzw. bekommt sie keine großen Auftritte. Schade eigentlich.
Elyas bleibt, wie ich finde, die gleiche Person, wie im ersten Teil und deswegen mag ich ihn auch weiterhin. 

Wie im ersten Teil leicht und flüssig. Er klingt nicht aufgesetzt und jugendlich, passend zu dem Alter der Figuren.  

Ganz nach dem Sprichwort "Wer A sagt, muss auch B sagen": Wer Kirschroter Sommer gelesen hat, muss auch Türkisgrüner Winter lesen. Der zweite Teil ist meiner Ansicht zwar schwächer, aber letztlich muss man doch wissen, wie es ausgeht und allein deswegen muss man es zu Ende lesen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

4/5 Punkte 

Kommentare:

  1. Hey :)
    Toll, dass dir das Buch gefallen hat! Mir persönlich hat allerdings Band 2 besser gefallen als Band 1 ♥

    Liebe Grüße
    Jenni

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  2. Huhu liebe Eva! :)
    Ich habe ja weder kirschrot noch türkisgrün gelesen, aber ich habe schon viel Positives gehört! Eigentlich müsste ich mich auch mal ran trauen, aber irgendwie gefallen mir die Cover nicht so richtig ... und dann muss ich mich tatsächlich überwinden, ein Buch trotzdem zu lesen ;D Da bin ich schlimm.
    Ich lasse dir mal liebe Grüße hier.
    Sarah

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