27 Dezember 2014

[Rezension] Level 6: Unsterbliche Liebe

Autorin: Michelle Rowen
Titel: Level 6 - Unsterbliche Liebe
Originaltitel: Countdown
Seitenzahl: 352
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: MIRA Taschenbuch





Die 16-jährige Kira erwacht in einem dunklen Raum, verstört und hilflos. Aber nicht allein: Sie teilt ihr Gefängnis mit dem 17-jährigen Rogan, einem verurteilten Mörder. Unfreiwillig sind die beiden Kandidaten in der Gameshow "Countdown", in der es um Leben und Tod geht: Scheitern sie am nächsten Level, sterben sie live in der Sendung. Den Teenagern bleibt keine Wahl - sie müssen mitspielen, wenn sie überleben wollen. Doch kann man einem Mörder trauen, und wenn er noch so schöne blaugrüne Augen hat? Trotz aller Versuche, sie gegeneinander aufzuhetzen, kommen Kira und Rogan sich immer näher - und stoßen auf die schreckliche Wahrheit hinter dem grausamen Spiel.

Die Geschichte im Großen und Ganzen erinnert an "Die Tribute von Panem" ist letztlich nicht so gut, aber dennoch sollte man es nicht allzu leichtfertig abtun.
Der Verlauf war für mich nicht vorhersehbar, sodass die Spannung aufrecht erhalten blieb. Leute, die etwas Gruseliges oder Brutales suchen, muss ich an dieser Stelle aber enttäuschen: es ist lediglich spannend, nicht aber blutig oder sowas.
Ich finde die Liebesgeschichte, die der Titel ankündigt, recht überflüssig. Sie läuft komplett neben dem Spielgeschehen her.  Den Teil hätte man also durchaus weglassen können, ohne dass der Leser irgendwas vermisst. Selbst die Seitenzahl wäre kaum verringert worden.
Es gibt noch einen weiteren Aspekt, der mich gestört hat und das war die Psi-Geschichte. Irgendwie passte es einfach nicht in den Rest hinein. Für mich war das einfach zu weit hergeholt.
Letzter Aspekt, den ich kritisieren muss, ist die "große Plage", von der immer wieder gesprochen wurde. Entweder ich habe einfach nicht mitbekommen, was das ist oder es wurde gar nicht erst erwähnt. Sollte es Ersteres sein: kann mich jemand aufklären, der das Buch auch kennt?
Das hört sich jetzt alles ziemlich negativ an, das täuscht. Ich bin durchaus begeistert, da mich das Buch einfach nicht mehr losgelassen hat und es schaffte es aus, dass ich die Zeit vergaß. Das kann doch nur ein anständiges Buch oder?

Kira hat mich anfangs mit ihrem "Ich will hier raus" genervt, wurde mir aber im Laufe der Geschichte sympathischer.
Rogan fand ich hingegen von Anfang an toll. Er wirkte so stark und irgendwie auch skrupellos. Harte Schale, weicher Kern.
Oliver fand ich total nervig. Seine Eifersucht hat mich das eine ums andere Mal die Augen rollen lassen.
Jonathan fand ich unberechenbar. Ich hatte einfach Schwierigkeiten ihn einzuschätzen.

Man könnte den Schreibstil durchaus als jugendlich bezeichnen. Es liest sich alles sehr schnell runter. Gelegentlich gab es ein Wort zu viel, sodass der Satz seine eigentliche Struktur verlor, davon fand ich allerdings nur zwei, was ich eigentlich noch ok finde.

Das Buch war spannender als ich dachte. Das Ende zieht sich etwas, aber ansonsten ist es durchaus zu empfehlen. Wer die Tribute von Panem und die Slated-Trilogie gelesen hat, wird hier und da ein paar Aspekte wiedererkennen. Dennoch wirkt die Geschichte nicht geklaut. Eben ein solides Buch für zwischendurch.

3/5 Punkte

Kommentare:

  1. Hallo, :)
    das Buch steht noch auf meiner Wunschliste und was du schreibst, klingt zwar nicht ganz so begeistert, aber ich denke, ich möchte es trotzdem noch gerne lesen, weil du es ja trotzdem gut zu finden scheinst. :)
    Tolle Rezi! :)

    Liebe Grüße,
    Marina

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    1. Hey,
      es überwiegt echt der Aspekt der Spannung, die echt ziemlich präsent ist und deswegen ist das Buch einfach gut und schnell gelesen.
      Danke :) Lies es ruhig, es ist gut :)

      Lieben Gruß

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