20 Dezember 2014

[Rezension] Eragon: Das Vermächtnis der Drachenreiter

Autor: Christopher Paolini
Titel: Eragon - das Vermächtnis der Drachenreiter
Originaltitel: Eragon
Seitenzahl: 735
Erscheinungsjahr: 2004
Verlag: cbj
1. Band




Als Eragon bei der Jagd einen blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Denn dem vermeintlichen Stein entschlüpft ein Drachenjunges und beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt...

Es war ganz offensichtlich ein zweites Mal lesen nötig, damit die Geschichte einen guten Eindruck hinterlässt. Man kann wahrlich nicht an einer mangelnden Beschreibung der Personen oder Landschaften meckern. Genau diese Ausführlichkeit erklärt die 700 Seiten. Zu Anfang habe ich das als positiv empfunden, aber umso weiter ich in der Geschichte fortfuhr, desto häufiger schaltete ich während der Beschreibungen komplett ab und nahm sie kaum noch wahr.
Die Geschichte ist bezüglich der Spannung wie eine Achterbahn: es gibt Höhen und Tiefen. Alles in allem ist es eine durch Kämpfe und Gefahren unterbrochene Reise. Das meine ich nicht abwertend. Denn der Autor schafft es, das Buch zum Ende hin, trotz der vielen Ereignisse zuvor, noch auf einen bis dato unerreichten Höhepunkt zu bringen.
Die Geschichte bzw. die Idee, die dahinter steckt, ist richtig gut. Die Umsetzung ist nicht perfekt, aber dennoch gelungen. Der Leser wird durch die Spannungsmomente immer auf trab gehalten und zum Weiterlesen quasi gezwungen. Dennoch finde ich das Ende, nach dem Höhepunkt, nicht so ausgearbeitet, dass ich unbedingt den Drang habe, das nächste Buch zu lesen.

Eragon der Held. Ich finde es angenehm, dass es nicht so ist. Der Leser darf dabei zusehen, wie ein Held entsteht. Seine Naivität überraschte mich gelegentlich, denn seine Gedankengänge waren meist sehr erwachsen.
Brom ist ein Charakter, auf den das Buch nicht verzichten kann. Er ist quasi der Dumbledore der Eragon-Reihe.
Murtagh habe ich total ins Herz geschlossen. Ich kann gar nicht erklären wieso. Einerseits tut er mir leid, da er aufgrund der Taten seines Vaters beurteilt wurde, andererseits hat er seine festen Überzeugungen und einen starken Charakter, der mich fasziniert.

Ist an sich flüssig und gut lesbar. Ich würde ihn leicht poetisch beschreiben. Die Wörter in der alten Sprache stören mich etwas, meistens habe ich sie überlesen und auf die Übersetzung gewartet oder auf das, was es bewirkt.

Ein solider Auftakt in die Reihe, in der es mal weniger um Vampire, Werwölfe oder Zombies geht. Bislang ist Eragon das einzige Buch (welches ich gelesen habe), das über Drachen handelt und das finde ich ziemlich erfrischen. Deshalb kann ich Eragon durchaus weiterempfehlen.

3/5 Punkte

Kommentare:

  1. Murtagh ist einer meiner liebsten Charaktere in der Reihe. Am Ende von Band 2 musste ich sogar wegen ihm weinen :D. Schade fand ich, dass er in den kommenden Bänden nicht mehr so häufig vorkommt.
    Liebe Grüße Jules :)

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    1. Ich kenne nur noch Teil 2 und habe keine Ahnung wie es Ausgeht. Aber eines steht fest: ohne Murtagh wäre Eragon schon gescheitert (fast so wie Sam der Held ist, da Frodo allein nicht weit gekommen wäre)

      Gruß

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  2. "der Dumbledore der Eragon-Reihe", das hast du schön gesagt :D
    Und Eragons Naivität erstaunt mich auch ab und an!
    Ich bin dann mal gespannt wie dir Band 2 gefallen wird :)

    Liebe Grüße

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