16 Dezember 2014

[Rezension] Die Frauen von Stepford

Autor: Ira Levin
Titel: Die Frauen von Stepford
Originaltitel: The Stepford Wives
Seitenzahl: 155
Erscheinungsjahr: 1972
Verlag: Goldmann


Die Frauen des eleganten Vororts Stepford könnten jederzeit als Models durchgehen. Sie sind so vollkommen, dass sich die neu zugezogene Joanna nur zu bald fragt, wer sie zu diesen perfekten Puppen gemacht hat. Der Männerclub von Stepford, dem inzwischen auch ihr eigener Mann angehört? Die Wahrheit ist grausamer, als sie wahrhaben will. Denn diese Barbies verkörpern alles, was Männern Spaß macht: Lachen, Lieben - und Töten.

Die Geschichte ist wirklich gelungen. Es ist Mal was anderes, vielleicht für den einen oder anderen auch gruselig. Für mich war es allerdings "nur" angenehm spannend.
Was ich wirklich cool fand war, dass man mitraten kann: wer ist der böse? was geht da jetzt wirklich vor sich? Und man wird dann doch echt stolz, wenn man richtig lag. Vielleicht war es auch einfach zu einfach.
Die Geschichte ist nicht realistisch, die Aufdeckung am Ende zeigt etwas, das es selbst heute noch nicht gibt (dementsprechend gab es das damals auch nicht).
Der Showdown am Ende hätte ein wenig länger sein können, allerdings ist das ganze Buch sehr kurz, weshalb vieles zu kurz kommt, wie die Bindung des Leser zu den Personen oder eben genau die spannenden Szenen. Andererseits hält man sich nicht mit ausschweifenden Beschreibungen auf oder sonstigen Gerede, das nichts zur Sache tut.
Für alle Leute, die ein offenes Ende nicht mögen, so wie ich, zerstört das Ende einfach sehr viel von der Spannung und der Geschichte. Man hat einfach das Gefühl, dass mitten im Buch Schluss ist.

Man kann sie nicht wirklich einzeln bewerten, da es auf den 156 Seiten einfach kein Platz ist, die Leute alle wirklich näher kennen zu lernen.

Da das Buch schon recht alt ist, könnte man Bedenken haben. Ich hatte keine, da es schon das zweite Buch von Ira Levin ist, das ich lese. Es ist wirklich verständlich, keine komischen Wörter oder sowas.

Ein gutes Buch mit einem blöden Ende, das einfach viel zu offen ist. Aber genau den Stil kennt man auch aus Rosemarys Baby. Ich finde es schrecklich und deshalb gibt es dort auch satten Punktabzug, weil es die Geschichte, wie ich finde, irgendwie zerstört.

2/5 Punkte

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