20 November 2014

[Rezension] Silber: Das erste Buch der Träume


Klappentext: Zögernd sah ich mich um. Ich war in einem Korridor gelandet, einem schier unendlich langen, mit zahllosen Türen rechts und links. Die Tür, durch die ich gekommen war, hatte einen Anstrich in sattem Grün, dunkle, altmodische Metallbeschläge, einen Briefschlitz aus dem gleichen Material und einen hübschen Messing-Türknauf in Form einer gekrümmten Eidechse.

Plötzlich war mir sonnenklar: Wenn ich wissen wollte, was es mit diesen rätselhaften Träumen auf sich hatte, dann musste ich sie öffnen. Und hindurchgehen.

Der Inhalt: Die Geschichte fing schleppend an. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass ich das eigentliche Geschehen auf den letzten 100 Seiten abspielt. Das führte auch dazu, dass ich einfach viel mehr Antworten hätte haben wollen, bezüglich der Träume und des Dämons.
Irgendwann verläuft sich die Geschichte in eine Romanze zwischen Liv und Henry. An sich finde ich es nicht störend, da es nicht allzu kitschig ist, aber irgendwie rücken die Träume in den Hintergrund und das finde ich schade.
Dennoch kommt zu Schluss noch etwas Spannung auf, die sich doch hätte etwas weiter dehnen können. Auch der Cliffhanger am Ende des Buches bzw der letzte Satz sorgt schon dafür, dass ich das zweite Buch direkt hinterherschieben wollen würde.
Was mich auch ein wenig störte, war, dass Liv letztlich keine Freunde hat: von Persephone ist sie eigentlich immer genervt und wirklich befreundet mit der Jungenclique ist sie auch nicht. Zumindest verhalten die sich nicht so. 
Alles in allem ist das Buch eine runde Sache, das gerne noch 100 Seiten mehr für Erklärungen hätte haben dürfen.

Die Charaktere: Liv Silber ist mir durchaus sympathisch, aber ihre kleine Schwester Mia finde ich einfach entzückend. Ein wenig vorlaut und echt unterhaltsam. Livs und Mias Mutter ist total aufgedreht, wie ein Teenager und nervt mich mit ihrem Gerede etwas.
Über Henry, Jasper, Arthur, Grayson, Anabel, Emily und Florence erfährt man eigentlich nicht allzu viel. Alle sind supertoll anzusehen, aber viel mehr weiß man da auch nicht. Ist irgendwie schade, weil ich die Personen so einfach nicht wirklich einschätzen kann und es keine Beziehung zu ihnen gibt.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist wirklich gelungen. Er ist locker und jugendlich und dadurch passt es sehr zum Buch und ist super angenehm zu lesen. Außerdem trägt er maßgeblich dazu bei, dass das Buch sich zu einem Pageturner entwickelt.

Mein Fazit: Ich bin etwas enttäuscht vom Buch. Ich hätte einfach mehr oder ein bisschen was anderes erwartet und mich viel zu sehr drauf gefreut. Dennoch ist es kein schlechtes Buch, sondern eine solide Geschichte mit einem Cliffhanger zum Schluss, der einen förmlich dazu zwingt, auch das zweite Buch zu lesen.

7/10 Punkte

Kommentare:

  1. Huhu liebe Eva,

    schöne Rezension! :)
    Ich mag Kerstin Gier's lockeren und jugendlichen Schreibstil sehr! Ich finde dadurch gibt sie ihren Büchern etwas besonderes :)
    Ich weiß noch, wie Silber mich begeistern konnte *--*
    Band 02 wird auf jeden Fall noch viiel besser :) Es lohnt sich also, weiter zu lesen :D

    Liebe Grüße,
    Nenya

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  2. Hallo :)
    ich mochte das Buch. Aber das mit den Träumen kommt wirklich viel zu kurz!
    Ich fand den Cliffhanger gar nicht mal so schlimm xD

    Liebe Grüße

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