24 November 2014

[Rezension] Carrie


Klappentext: Als Dreijährige lässt sie einen Steinregen auf ihr Elternhaus niederregnen, weil die Mutter ihr in einem Anfall religiösen Wahns nach dem Leben trachtet.
Als Sechzehnjährige muss sie einen Augenblick tiefster Demütigung erleben. Schon immer von ihren Mitschülern wegen ihrer scheuen, zurückhaltenden Art gehänselt, wird sie auf dem Abschlussball der Schule Opfer eines bösen Streiches.
Schmerz, Enttäuschung, Wut treiben sie zum Äußersten: Mit der schieren Kraft ihres Willens entfesselt sie ein Inferno, gegen das die Hölle ein lieblicher Garten Eden ist.
Das ist Carrie - beseelt, besessen von einer unheimlichen Gabe mit ungeheurer Tragweite und furchtbaren Folgen.

Der Inhalt: Mal ganz von dem Spoiler in dem Klappentext abgesehen (total blöde gemacht!), hat das Buch wenig Überraschungen parat. Das Buch ist in drei Teile eingeteilt. Der Erste ist total öde und ich hab auch ziemlich lange daran gelesen. Der zweite Teil beginnt erst auf Seite 154 und ist deutlich der Beste. Er ist spannend und es geht richtig zur Sache. Dieser Teil des Buches hat es für die Geschichte noch einmal rausgerissen, sonst hätte das Buch ordentlich abgestunken. Der dritte Teil ist eigentlich nur das Ende, das Ok ist. Man erfährt da erst so richtig, welches Ausmaß die Wut von Carrie hatte. Und für alle, die die Neuverfilmung mit Chloe Moretz gesehen haben: Die Zerstörungswut im Film ist nichts gegen die im Buch, weshalb ich dazu rate erst das Buch zu lesen und dann den Film zu gucken.
Wirklich gewöhnungsbedürftig waren vor allem im ersten Teil die zwischengeschobenen Zeitungsartikel und Buchausschnitte.
Ich bin aber allem in allem sehr froh es gelesen zu haben.

Die Charaktere; Mir war eigentlich niemand wirklich sympathisch. Mit Carrie hat man eventuell mal Mitleid. Ansonsten erfährt man aber über all die Menschen viel zu wenig, aber das ist ok.
Dennoch ganz schrecklich, wahrscheinlich die schlimmste Person im Buch ist die Mutter von Carrie.

Der Schreibstil: Nicht so einfach zu lesen wir ein Jugendbuch, aber es ist auch ein sehr alter King Roman. Das weiß man vorher. Gewöhnungsbedürftig sind die Zeitungsartikel oder was das auch immer war und die permanenten Perspektiven. Da springt er von einer Person in die andere, auch wenn die vorher im Buch nicht einmal erwähnt wurde.

Mein Fazit: Ein Buch, dessen Geschichte nur langsam Fahrt aufnimmt und nach hinten hin immer besser wird. Den ersten Teil hätte man dennoch kürzerfassen können. Der Film oder die Filme sind super Alternativen, aber viele kennen das: die Bücher sind in 99,9 % der Fälle einfach besser.

5/10 Punkte

Kommentare:

  1. Huhu! :)
    Ich bin ein Fan von Stephen King, aber bei Carrie ging es mir ähnlich wie dir. Da gibt es auf jeden Fall bessere Bücher! Mittlerweile gibt es ja sogar eine Neuverfilmung, aber auch die konnte mich nicht so richtig überzeugen, obwohl das Thema an sich wirklich spannend ist. Aber zum Glück gibt es ja genug Alternativen von Stephen King :D Wobei ich dir dringend von Das Mädchen abrate (falls du es noch nicht kennst). Das fand ich einfach nur schlecht.
    Liebe Grüße
    Sarah von LeseBonbons

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    1. Ich kenne nur die eine Verfilmung, aber den fand ich echt zu harmlos^^
      :)

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