21 August 2014

[Rezension] Selection

Der Klappentext: Die Chance ihres Lebens? 35 perfekte Mädchen - und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie auf der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?

Der Inhalt: Ich bin richtig begeistert worden. Das Buch hab ich viel schnulziger erwartet, viel mehr Herzschmerz, Tränen und was sonst eben alles dazugehört. Klar, alle paar Seiten denkt America mal über Aspen nach und wird traurig, wie das so ist und man sich denkt "vergiss ihn einfach". Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich eigentlich von Anfang an zum Team Maxon gehört habe. 
Den Wandel, den America durchmacht, nicht charakterlich, sondern gefühlsmäßig, finde ich interessant. Es ist einfach super beschrieben, wie sich America fragt, wieso sie nervös wird oder doch eifersüchtig. Natürlich gibt es Zickereien unter den Teilnehmerinnen. Manche Personen sind sehr klischeehaft geraten wie Celeste, die Oberzicke, die mit fiesen Manövern anderen Teilnehmerinnen auszustechen versucht, aber natürlich sieht Maxon ihre wahre Persönlichkeit nicht.
Genauso klischeehaft wird es, wenn America Aspen wiedersieht. Da nervt es mich sogar, dass die Protagonisten immer versuchen über jemand hinwegkommen und dann sehen die sich wieder und statt sich auszusprechen, fallen sie übereinander her. Umso genialer ist das Ende des Buches, das ich wirklich liebe. Ab und an hatte ich das Gefühl, dass die Autorin versuchte das Buch spannend zu machen. Ich für meinen Teil finde nicht, dass es ihr gelungen ist. Aber es stört mich auch nicht, weil es für mich einfach Ereignisse waren, die nicht im Vordergrund stehen.
Als kleinen Minuspunkt muss ich sagen, dass ich mir die ganze Welt nicht richtig vorstellen kann. Irgendwie leben die von uns auch gesehen in der Zukunft, aber viel häufiger habe ich das Gefühl, dass sie in der Vergangenheit leben. Schreiben sie doch immer noch Briefe und weisen keine technischen Mittel auf, die wir heute noch nicht haben.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich anfängliche Schwierigkeiten mit dem Buch hatte. Der Grund war aber Übermüdung, statt mangelndem Interesse. Nachdem ich dann aber endlich wach genug zum Lesen war, flogen die Seiten nur so dahin.

Die Charaktere: America entspricht meinem Geschmack. Sie ist klug, ganz offensichtlich auch hübsch, fair, ohne böse Hintergedanken und gütig, obwohl sie in eher ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. Sie versucht zu sich selber zu finden und das macht sie für mich interessant. Im letzten Kapitel merkt der Leser, wie stark ihr Charakter wirklich ist und genau da hat sich mich völlig von sich überzeugt, wobei ich sie schon vorher sympathisch fand.
Maxon ist echt mein Favorit. Er ist irgendwie hilflos süß, ein sehr guter Freund und immer gut zu jedem. Irgendwie wirkt er wie ein ruhiger Charakter. Ich mag ihn einfach, weshalb ich auch ihm die Daumen drücke.
Aspen hat bei mir echt verkackt. Anfangs war ich ihm gegenüber neutral. Ab dem Zeitpunkt, als America im Palast wohnt, nervt er mich und alles, was mit ihm zu tun hat.

Der Schreibstil: Das Buch lies sich sehr flüssig lesen, weshalb ich es auch wirklich verschlungen habe. Es war einfach angenehm und einfach.

Mein Fazit: Da es so gut zu Lesen ist, ist nebenbei die perfekte Lektüre zum entspannen. Ich hatte nie geglaubt, dass mir das Buch so gut gefallen würde, da ich vor dem Kauf wirklich skeptisch war, ob es mir gefallen würde, und hätte mein Freund nicht entschieden, hätte ich das Buch wahrscheinlich auch noch gar nicht gekauft. Ich freu mich sehr auf den zweiten Teil und bin auch etwas traurig, weil ich danach dann auf den Dritten warten muss...

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