22 August 2014

[Rezension] Hex Hall: Dämonenbann

Der Klappentext: Sophie Mercer ist gehörig in Schwierigkeiten. Sie hat ihre dämonischen Kräfte verloren, wurde von ihren Freunden getrennt und ist nun mitten in einem Lager von Kriegerinnen gelandet, die magische Wesen wie Sophie eigentlich jagen. Doch statt sie zu töten, eröffnen ihr die Brannick-Frauen, dass sie der Schlüssel ist, um einen Krieg in der magischen Welt zu verhindern. Aber wie kann Sophie das ohne ihre Kräfte gelingen?

Der Inhalt: Der letzte Teil der Trilogie ist mit Abstand der spannendste. Die Geschichte schließt direkt an das Ende des zweiten Teils an, was ich als sehr gut empfinde. Allerdings ist der Verlauf beziehungsweise das Ende größtenteils vorhersehbar. Dort gibt es  nur eine kleine Überraschung. 
Der Eindruck aus den ersten beiden Teilen bleibt jedoch bestehen: Wenn etwas spannendes passiert, wird dem nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt und ist für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei. Als Beispiel wäre hier der Gang in die Hölle, der total langweilig war, wobei es doch anfangs so spannend klang. Auf dem Gang dorthin denkt Sophie allerdings nicht darüber nach, dass sie dort vielleicht sterben wird, sondern darüber, dass es total peinlich zwischen ihr und Cal ist. Das finde ich schon extrem idiotisch und gefiel mir einfach nicht. Solche unpassenden Gedanken ziehen sich durch das ganze Buch.
Allerdings muss man auch sagen, dass dieser Teil weniger mädchenhaft ist, denn es gibt zwar häufig Misstrauen, aber keine Zickereien mehr. Alles in allem gefiel mir der Teil auch ganz gut. 

Die Charaktere: Sophie verändert sich nicht. Allerdings ist ihr hin und her zwischen Cal und Archer ein wenig nervig. Das liegt auch daran, dass die Gedanken zu den Gefühlen meist zu falschen Zeitpunkten aufkommen, die ich als unpassend erachte.
Archer verändert sich wenig. Er wird vielleicht etwas zärtlicher, aber ansonsten bleibt er der Alte.
Jenna bleibt, wie in den ersten Teilen, eine sehr gute beste Freundin. 
Cal hat irgendwie misstrauen in mir geweckt. Ich kann auch nicht erklären wieso, aber irgendwie habe ich ihm im Laufe des Buches nicht mehr getraut.

Der Schreibstil: Noch immer bemüht sich die Autorin jugendlich zu klingen und häufig gelingt es ihr auch. Ab und an wird die Stimmung durch Zusätze aufgelockert. Im Großen und Ganzen ist der Schreibstil angenehm flüssig und leicht zu lesen.

Mein Fazit Die Hex Hall Trilogie ist eine solide Buchreihe. Sie ist allerdings nicht überragend, hat mich aber dennoch positiv überrascht. Wer die Befürchtung haben könnte, dass die Reihe House of Night oder Dark Academy ähneln könnte, kann ich beruhigen. Die Reihen unterscheiden sich alle sehr.

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