05 August 2014

[Rezension] Ausgelöscht

Der Klappentext: Ich hatte einmal ein Leben. 
Doch ich erinnere mich nicht daran.
Ich hatte eine Familie.
Doch ich kenne sie nicht mehr.
Ich hatte viele Erinnerungen.
Doch jemand war in meinem Gehirn.
Er hat alles ausgelöscht.
Und ich wünschte, er hätte mich nicht am leben gelassen.

Der Inhalt: Die Geschichte ist eine typische Smoky Barrett Geschichte, nur diesmal hält es sich mit den blutigen ekeligen Leichen zurück. Das kam für mich auch ehrlich überraschend, aus den drei Vorgängern war man es schon fast gewöhnt, dass es ekelig ist. Hier konzentriert sich der Terror eher auf die Psyche. Ich muss aber hier auch ganz klar erwähnen, dass das Buch durch weniger Brutalität nicht schlechter ist oder so. Hinzu kam, dass es diesmal auch viel um das Privatleben von Smoky geht. Ich hatte tatsächlich auch etwas Angst, dass das die Überhand gewinnt, zum Glück hielt sich das aber im Rahmen und fügt sich gut in die komplette Handlung ein. Die letzten 150 Seiten sind Spannung pur. Die konnte man nur durchsuchten. Zwischenzeitlich ist das Buch sogar traurig, aber das macht die Geschichte an sich einfach realer. Was den Täter angeht, war ich letztlich doch sehr überrascht. Das hätte ich doch so nicht erwartet und setzt dem Buch noch das i-Tüpfelchen auf. Eine wirklich gelungene Serie und sehr schade, dass der 5. Teil erst mal nicht erscheinen wird.

Die Charaktere: Smoky ist ok. Eine Protagonistin, mit der ich durchaus klarkomme, auch wenn sie ab und an Gedankengänge hat, bei denen ich nicht unbedingt mitbekomme. Ihre Vergangenheit finde ich in dem Bezug gut, dass es sie menschlich macht.
Callie und Kirby sind der Wahnsinn: Eiskalte Killer und trotzdem immer ein flottes Sprüchchen auf den Lippen. Für die beide schlägt mein Herz.
Wenn Alan in der Nähe ist, fühl ich mich beim lesen immer sicher. Er ist irgendwie der 2 Meter hohe und breite Schrank.
James ist auch wohl der Einzige, den ich nicht mag. Er ist irgendwie wie Sheldon von Big Bang Theory, nur ohne diese liebenswerten Momente. Ich finde ihn auch irgendwie nervig, aber was soll man machen?! Es kann nicht jeder cool sein.

Der Schreibstil: Ich finde Codys Werke angenehm zu lesen. Es läuft flüssig und ist kaum anstrengend. Störende Fehler oder Ähnliches habe ich auch nicht entdeckt, sodass es von vorn bis hinten nichts zu meckern gibt.

Mein Fazit: Ausgelöscht ist ein super toller Teil der Reihe und ich hoffe noch immer, dass es nicht der Letzte sein wird, denn das Ende ist nicht dafür gemacht, die ganze Serie zu schließen. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich damals auf die wunderbare Reihe gestoßen bin, und kann sie jedem, der auf Thriller steht, nur wärmstens ans Herz legen.

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