06 Juli 2014

[Rezension] Shades of Grey: Gefährliche Liebe

Der Klappentext: Verunsichert durch die gefährlichen Leidenschaften ihres Liebhabers Christian Grey hat Ana Steele ihre Beziehung zu dem attraktiven jungen Mann abgebrochen. Aber Anas Verlangen nach Christian ist stärker denn je. Als er vorschlägt, sich noch ein einziges Mal mit ihr zu treffen, willigt Ana daher sofort ein - und beginnt erneut eine Affäre mit ihm. Eine höchst riskante Affäre, in der sie immer wieder Grenzen überschreitet, aber auch mehr über die Vergangenheit von Christian erfährt, die ihn zu einem ebenso verletzlichen wie faszinierenden Mann gemacht hat. Und sie muss die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen. Eine Entscheidung, bei der ihr niemand helfen kann...

Der Inhalt: Ich muss ganz klar gestehen. Der Inhalt ist fast 600 Seiten der gleiche. Entweder sie "ficken" oder "vögeln", wie es im Buch so schön heißt oder sie streiten. Und wenn sie nicht streiten, dann ist zumindest einer von beiden sauer oder wütend auf den anderen und wie wir der Streit dann gelöst? Klar, mit Sex. Ich fand es wenig abwechslungsreich und wenn du den Verlauf ebenfalls schon 600 Seiten lang in Band 1 hattest.... Tja, dann wird es einfach irgendwann langweilig.
Es gab lediglich zwei Szenarien, die mich ein wenig gefesselt haben: Zum einen die Geschichte mit Leila, einer ehemaligen Sub, die noch immer an Christian hängt. Psychisch ist sie einfach kaputt und kauft sich noch ne Waffe dazu und lauert Ana auf. Zum anderen war es noch das Verschwinden von Christian, was aber auch ziemlich kurz gehalten wurde.
Etwas enttäuscht hat mich auch die Sache, dass sie nur ein einziges Mal wirklich "dreckigen" Sex hatten. Naja, bei dem Ruf von Shades of Grey habe ich mehr Versautes erwartet.
Der letzte Absatz des Buches wurde plötzlich aus der Sicht von Jack (der Ex-Chef von Ana) erzählt. Ganz offensichtlich ist er auf Rache aus, was schon neugierig auf das letzte Buch macht, aber ich muss ganz deutlich sagen, dass mich dieser Umschwung, nachdem ich insgesamt 1200 Seiten alles aus Anas Sicht erlebt habe, total überrascht und auch verwirrt hatte. Ich konnte es einfach nicht zuordnen und habe es zuerst auch gar nicht verstanden und dachte schon ich sei dumm...

Die Charaktere: Nur nennenswert finde ich die beiden Protagonisten Ana und Christian. Ich finde, Ana ist dieselbe wie im ersten Buch. Sie hat sich nicht weiter entwickelt. Ist naiv, lässt sich überall klein machen und wow, so oft, wie sie im Gesicht errötet, dürfte es ihre Mitmenschen nur noch wundern, wenn ihre Gesichtsfarbe gelegentlich normal ist. Und nur Mal nebenbei: Was soll die Tatsache, dass sie nie etwas isst oder essen will?!
Christian wird weicher, lässt sich auf eine Beziehung ein, aber irgendwo hat auch er sich nicht wirklich weiter entwickelt. Er kommandiert noch immer jeden rum, behandelt Ana wie ein Kind, streitet mit ihr in der Öffentlichkeit. Ich brauche es nicht zu verheimlichen: Er ist mir nicht Mal ein wenig sympathischer geworden.
Zusammengefasst ist weder Ana noch Christian mein Lieblingsprotagonist und da werden sie auch beide nie hinkommen.

Der Schreibstil: Man kann es lesen. Es ist durchaus flüssig geschrieben, aber es wiederholt sich alles. Jedes Mal beschreibt die Autorin den Sex gleich: "...er füllt mich ganz aus...". Oder, dass sich Anas Unterleib auf Köstlichste zusammenzieht, dass ihre Nippel sich aufstellen, dass beide zeitgleich zum Höhepunkt kommen. Immerhin hat sie ihre Leidenschaft für das Wort "süffisant" abgelegt. Das ist leider nur ein schwacher Trost.

Mein Fazit: Ich verstehe nicht, wieso es ein Bestseller ist. Vielleicht liegt es an der Thematik? Es wurde so ein Wirbel um die Trilogie gemacht, den ich nicht teilen kann. Das erste Buch ist nach meinem Geschmack besser, aber dennoch werde ich auch den Abschlussteil lesen. Zum einen, weil ich es dann geschafft habe und zum anderen, weil die Trilogie nur vollständig auch gut aussieht.

Kommentare:

  1. Hallo,
    vielen Dank für deinen Kommentar auf meinem Blog. Deiner gefällt mir übrigens auch sehr gut :) Du hast nun eine Leserin mehr.

    Ja, ich muss Reihen einfach zu Ende lesen, das ist fast schon zwanghaft *lach* Ich verstehe auch nicht, warum es ein Bestseller ist. "Sex sells", mehr fällt mir dazu auch nicht ein. Es gibt zwar wesentlich bessere Romane, mit erotischen Szenen, diese wurden aber anscheinend nicht so gut vermarktet. Dass es ursprünglich eine Fan-Fiction zu "Twilight" war hat sicher auch dazu beigetragen.

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    1. Das man Reihen zuende lesen muss, kann ich ja so nachvollziehen^^mir gehts auch so :D
      Also außer Feuchtgebiete, hab ich sonst noch keinen Schmuddelroman gelesen. Sodass ich keinen Vergleich habe, ob es da noch besser geht oder nicht^^

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