16 Juli 2014

[Rezension] Schiffbruch mit Tiger

Der Klappentext: Schiffbruch mit Tiger? Diese Geschichte würden Sie nicht glauben? Kein Wunder. Fantastisch. Verwegen. Atemberaubend. Wahnsinnig komisch. Eine Geschichte, die ei an Gott glauben lässt.

Der Inhalt: Das Buch ist in drei Teile geteilt: In "Toronto und Pondicherry", in " Der Pazifische Ozean" und in "Benito-Juárez-Krankehaus, Tomatlán, Mexiko". Man könnte es auch einfach Einleitung, Hauptteil und Schluss nennen.
Allerdings finde ich eine 11- seitige Einleitung einfach zu lang. Viel zu lang, aber sehr lehrreich. Der Teil klärt über das Verhalten der Tiere auf, ihr Leben im Zoo und so etwas, solange es um die Tiere geht, fand ich es auch durchaus interessant. Aber dann geht es um Religion. Es wird ausgesprochen ausführlich beschrieben, wie Pi zu seinen drei Religionen kam. Für mich war es ein wenig zu ausführlich und deshalb langweilig.
Teil zwei, also die Hauptgeschichte ist leider nicht so spannend, wie man vielleicht erwartet hätte. Er ist in einem Rettungsboot...mit einem Tiger...rund rum nur Wasser. Tja, das war es eigentlich auch schon. Ab und zu passiert auch Mal was anderes, aber das ist eher Seltenheit. In diesem Bereich des Buches hatte ich extreme Probleme mit meiner Vorstellungskraft. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das Boot oder auch seine selbst gebauten Konstruktionen aussehen sollten. Also habe ich getan, was jeder tun würde: Ich habe den Film gegooglet und mir Bilder von dem Boot aus dem Film angeguckt.
Der letzte Teil ist eigentlich noch weniger spannend als der Erste und zumindest ich war froh, als es vorbei war.

Die Charaktere: Eigentlich muss man sich hier allein auf Pi beschränken. Denn er ist das einzige Wesen, das uns durchs Buch begleitet und überhaupt einen Charakter hat.
Pi ist, würde ich sagen, ist ein ab und an naiver Charakter, aber er ist ebenso erfinderisch. Bis vor dem Schiffbruch war er überzeugter Vegetarier und Anhänger von drei Religionen. Ich bewundere seine Kenntnisse über Tiere. Selbst die Körperhaltungen kann er deuten, was für sein Überleben sehr wichtig ist. Öfters glaubt er, dass er sterben muss, diese Szenen lassen ihn alt und reif wirken. Seine Neugier nach allem, hilft ihm seine Umgebung, ob Natur oder Tier zu verstehen. Alles in allem ist Pi an angenehmer Protagonist, der viel von sich Preis gibt.

Der Schreibstil: Am Schreibstil kann ich eigentlich nichts aussetzen. Er ist klar und flüssig. Nur den Beschreibungen konnte ich teilweise einfach nicht folgen. Es war auch einmal, zumindest ist es mir nur einmal aufgefallen, ein satzbauchtechnisch komischer Satz vorhanden. Blöder Fehler der Lektorin?! So oder so, es war einmalig und kann Mal vorkommen.

Mein Fazit: Ich empfehle das Buch nicht weiter. Jeder, der sich vom Kinohype hat anstecken lassen, sollte lieber zum Film greifen, ich hab ihn zwar nicht gesehen, aber ich bin mir sicher, dass der schneller vorbei ist.
Durch den ganzen philosophischen Anteil und das durchaus lehrreiche über Tiere und Religionen eignet es sich in meinen Augen sehr gut als Schullektüre.

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