27 Juni 2014

[Rezension] Ein Tag wie ein Leben

Klappentext: Ein scheinbar nichtiger Anlass - ein versäumter Hochzeitstag - zerreißt die Harmonie zwischen Wilson und Jane. Wilson will seine Ehe retten, aber plötzlich ist er nicht mehr sicher, ob Jane ihrer Liebe überhaupt noch eine Chance gibt.

Meine Meinung: Ich kann wohl direkt vorwegnehmen, dass ich das Buch nicht sonderlich spannend oder atemberaubend gut fand. Nicholas Sparks ist eine Klasse für sich, das merkt man einfach immer wieder am typischen Schreibstil. Ich finde, dass Sparks es immer wieder schafft, schnulzige Geschichten romantisch und eben nicht schnulzig zu erzählen. Das ist auch hier der Fall. Allerdings ist der Inhalt des Buches sehr gering, damit meine ich nicht die Seitenzahl, sondern das Geschehene. Es passiert einfach nichts. Die ganze Zeit lang bereiten Jane und Wilson die Hochzeit für ihre Tochter Anna vor. Ab und an gibt es Rückblicke in die Vergangenheit, zum Beispiel erfährt man, wie sich Jane und Wilson kennenlernten, deren erstes Date und so weiter und so fort.
Ab und an geht es um Noah, den man noch aus "Wie ein einziger Tag" kennt (kennen sollte) und dieser wirkte so zerbrechlich, sodass ich öfters mal die Befürchtung hatte, dass er eventuell stirbt, denn bei den Geschichten von Sparks weiß man ja nie. Selten gibt es ein happy Happy End.
Ich persönlich muss aber auch sagen, dass ich Probleme mit "alten" Menschen habe. Ich kann mich einfach nicht hineinfühlen. Das war auch schon in "Lächeln der Sterne" so. In diesem besonderen Fall kommt es noch hinzu, dass ich finde, dass die beiden Protagonisten einfach mal ehrlich miteinander reden sollten (die sind 30 Jahre verheiratet, da sollte das doch drin sein?!), dann hätte aber das Buch keine Story mehr.
Sehr erstaunlich war auch, dass Wilson Jane häufiger Honig ums Maul schmiert, im Sinne von, dass sie so hübsch sei, dass er sie liebe, aber es kommt nie etwas zurück. Ich glaube Jane gesteht in dem Buch Wilson nur zwei Mal ihre Liebe. Selbst ergreift sie nie die Initiative, sondern bleibt misstrauisch und traurig. Nervig!
Der einzige Grund, wieso ich das Buch nicht als völlig schlecht betrachte, ist die auch für mich überraschende Wendung am Ende. Allerdings muss man sich dafür wirklich 350 Seiten durchbeißen. Alles in allem würde ich es nicht als Sparks Meisterwerk betrachten. Die Geschichten, in denen sich die Liebenden erst kennenlernen, finde ich persönlich besser.

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